Eine Gruppe von Chirurgen, Orthopäden, Ingenieuren und anderen Naturwissenschaftlern sowie Implantatherstellern für die Knochenchirurgie haben einen Verein mit dem Namen awiso, freie Arbeitsgemeinschaft winkelstabile Osteosynthese gegründet.
Winkelstabile Verbindungen bei Osteosyntheseimplantaten (Platten, Nägel) und bei der Verankerung von Endoprothesen werden durch Kraft-, Form- und Stoffschlüssigkeit erzeugt. Das Konstruktionsprinzip der multidirektionalen Winkelstabilität ist in der belebten, wahrscheinlich auch in der unbelebten Natur verbreitet und zeichnet sich durch eine Verteilung von Lasten und Kräften aus. Überlastungssituationen, wie sie beispielsweise bei einer mehr punktförmigen Kraft- oder Lasteinwirkung entstehen, können vermieden werden.
Winkelstabile Osteosynthesen weisen keine Verschiebung zwischen mehreren an der Kraftübertragung beteiligten Implantatkomponenten auf. Dadurch ist es möglich, auch ohne Haftreibung und die dafür erforderlichen Kontaktkräfte zwischen Implantat und Knochen eine stabile Osteosynthese zu erzielen. Seit 20 Jahren findet dieses Prinzip bei Wirbelsäulenimplantaten, später auch bei internen Osteosynthesesystemen Anwendung. Die klinischen Ergebnisse konnten verbessert werden.
Für eine erfolgreiche Weiterentwicklung und Optimierung ist eine freie Kooperation von Ärzten, Ingenieuren, Naturwissenschaftlern, Implantatherstellern, u. a. nützlich.